Umbau und Sanierung Einfamilienhaus Rainstrasse

Umbau und Sanierung Einfamilienhaus Rainstrasse

Rainstrasse, Nussbaumen AG

Planungsbeginn 2009 / Ausführung 2009 und 2011 / Bezug 2009


Bauherrschaft: Privat

 

Projektteam: Tina Gernet, Hannes Budelmann, Janka Dony-Lajtai

 

Kubatur SIA 416: 764 Kubikmeter                                              

 

Das dreigeschossige Einfamilienhaus an der Rainstrasse liegt leicht erhöht am Fusse des Geissbergs. Das Gebäude steht an der Nordseite des grosszügigen Grundstücks direkt an der Strasse. Das Haus nutzt den existierenden Niveauunterschied zwischen Strasse und Garten geschickt aus. Das Erdgeschoss auf Strassenniveau bietet Aussicht nach Süden über die Nachbarhäuser, die Räume im Kellergeschoss sind dank der Lage auf Gartenniveau sehr gut als Werkstatt nutzbar. Seitlich angebaut ist ein zusätzlicher Kellerraum, der auf Strassenniveau als Vorplatz genutzt werden kann. Obwohl noch Ausnützungsreserven vorhanden waren, entschied sich die Bauherrschaft, das Haus zugunsten des grossen Gartens nicht zu erweitern. Das Gebäude wurde in der Nachkriegszeit gebaut und in den 70er-Jahren mit einer neuen Küche und Badezimmermöbeln ausgestattet. Zusätzlich wurden die Wände vor allem im Erdgeschoss mehrmals gestrichen und tapeziert.

 

Grundrissanpassungen


Das Erdgeschoss wurde grundlegend umgebaut und instand gesetzt. Durch den Abbruch einer nichttragenden Wand und einer neuen, breiten, mit einem Stahlträger gestützten Öffnung konnte ein grosser Wohnraum geschaffen werden. Die Küche ist auf diese Weise direkt ans Wohnen angeschlossen und trotzdem etwas separat. Der Eingangsbereich wurde vereinfacht und konnte so heller und grosszügiger gestaltet werden. Über eine grosse Schiebetür ist die Küche auch direkt mit dem Eingang verbunden. Das Badezimmer anstelle der ehemaligen Küche liegt im Erdgeschoss und ist von den Zimmern aus bequem zu erreichen. Im Obergeschoss konnte das Schlafzimmer nach Norden mit einem Dachflächenfenster zusätzlich belichtet werden. Das als Büro genutzte Zimmer unter der Dachschräge wurde mit einer grossen Gaube erweitert und so signifikant verbessert.


Haustechnik


Alle Steigleitungen und die gesamte Elektrik wurden erneuert. Die Heizung wurde ersetzt und fehlende Heizkörper konnten mit passenden Elementen ergänzt werden.

 

Nachhaltigkeit


Die Fassade und das Dach wurden an der Aussenseite gedämmt und das Dach neu gedeckt. Als Dämmung konnte ein ökologischer, natürlicher Dämmstoff aus Holz verwendet werden. Das Gebäude wurde mit einem grobkörnigen mineralischen Putz verputzt. Die Fenster wurden durch neue Holzfenster ersetzt, um die Öffnungen durch das Dämmen nicht zu verkleinern wurden sie zuvor leicht vergrössert.